Apple und Microsoft, zwei wie Pech und Schwefel, es geht nicht miteinander, aber schon gar nicht ohneeinander. Was viele nicht wissen: Da beide als die Vorreiter der modernen Betriebssysteme agieren, haben sie viele Tastenkombinationen etabliert. Und sich gegenseitig geholfen.

Schützenhilfe – Konkurrenz – Schützenhilfe – Konkurrenz

Eine bewegte Geschichte kann man sagen, die Apple und Microsoft gemeinsam bestritten haben. Zunächst waren beide Unternehmen mehr oder weniger Partner. Das mag man heute gar nicht mehr für möglich halten, aber Microsoft Office und ganz speziell Word kam zuerst auf dem Mac auf den Markt. Das war vor allem der Tatsache geschuldet, dass der Mac schon eine gewisse Verbreitung hatte und Microsoft Software für Computer schrieb.

Die Beziehung kriselte, als Windows so langsam spruchreif war. Apple warf Microsoft vor, wichtige Konzepte kopiert zu haben, das Ganze landete sogar vor Gericht. Apple hatte die – mehr oder weniger berechtigte – Angst, Microsoft könnte ihnen das Leben schwer machen. Windows gewann immer mehr Zulauf.

Microsoft hilft Apple

In den 90er Jahren ging es Apple wirtschaftlich nicht gut. Die Aktie war am Boden, Analysten sagten das baldige Ende voraus. Mac OS zeigte schon seit längerem sein Alter und Apple hat es nicht hinbekommen, ein modernes System zu entwickeln. Schließlich erwarb Apple NeXT Computer und holte somit Steve Jobs wieder ins Boot, der in den 80er Jahren Apple verlassen musste und er ging eine Kooperation mit Microsoft ein, wobei viele Apple-Fans das als Pakt mit dem Teufel ansahen.

Microsoft investierte in Apple, indem Aktien gekauft wurden. Das verschaffte Apple ein paar Barreserven. Außerdem beinhaltete der Deal, dass der Internet Explorer mit Mac OS zusammen ausgeliefert wird und dass Microsoft Office weiterhin für den Mac erscheint. Damit konnte Apple erst einmal wieder entwickeln und das hat sich gelohnt: Inzwischen ist das Unternehmen das wertvollste der Welt und kündigt alle drei Monate Milliardengewinne an.

Warum geht das so einfach?

In den USA sind die meisten Firmen börsennotiert. Damit ist es relativ einfach zu investieren und das kann sich lohnen (und birgt Risiken, wie CMC Markets zeigt). Auf jeden Fall ist das aber eine geeignete Rechtsform, um ohne großes Aufsehen zu erregen Investitionen zu tätigen. Wurden die Aktien direkt vom Unternehmen gekauft, bringt das selbigen Bargeld, mit dem wiederum notwendige Investitionen getätigt werden können, beispielsweise in die Entwicklung.

Was Microsoft und Apple gemeinsam haben – außer Tastenkombinationen
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