Die lange Geschichte der Videospiele, die wir auf dem Windows-PC nutzen können, setzt sich konstant in beeindruckender Art und Weise fort. Jeden Monat erscheinen neue, grafisch anspruchsvolle Games, die einzigartige Ideen mitbringen oder vorhandene Konzepte neu interpretieren. Die Folge ist vor allem für uns positiv: Wir erhalten eine erstaunlich große Auswahl an verschiedenen Spiele. Das entscheidende Tool, um die Videospiele überhaupt nutzen zu können, wird jedoch oft vergessen: der Spielcontroller. Wie sonst wird der Held, das Fahrzeug oder die eigene Armee gesteuert, wenn nicht über Tastatur, Gamepad oder Joystick? Die lange Geschichte der Videospielcontroller hat einige interessante Geschichten zu bieten.

Die Rolle des Controllers in Videospielen

Der Controller nimmt in Videospielen und bei den Gamern eine ganz besondere Rolle ein. Er ist das Mittel, um die eigenen Gedanken durch die Hände auf das Spiel zu übertragen. Wenn dies richtig gelingt, ist der Controller die perfekte Erweiterung für den Spieler selbst. Bestehen hier allerdings Schwächen, ist es oftmals der Controller, der dafür verantwortlich gemacht wird, dass eine Aktion im Spiel nicht wie geplant ablief. Mehr als einmal landete das Gerät infolgedessen auf dem Boden. Das Design selbst spielt eine große Rolle, was schließlich mit einem Controller erfolgreich getan werden kann. Genau deshalb wurde die Xbox bei Shooter-Games so populär. Der Trigger auf der Rückseite kam einem echten an einer Waffe zuerst am nächsten.

Anfänge der Controllers reichen bis in die 1960-er Jahre

Die Controller selbst reichen bis zum ersten Videospiel namens Spacewar zurück. Im Weltraum-Kampfspiel, das erstmals 1961 spielbar wurde, traten die Spieler in Raumschiffen gegeneinander an und versuchten, sich gegenseitig zu zerstören, indem Torpedos abgefeuert und das eigene Schiff aus der Schusslinie entfernt wurde. Auf dem Minicomputer PDP-1 hatten die Spieler vier Tasten zur Verfügung, um das Spiel zu steuern. Da das Gerät jedoch nicht zum Gaming produziert wurde, war die Tastenbelegung nicht allzu natürlich nachzuvollziehen bzw. sorgte für schmerzende Arme aufgrund der Position. Auf die ersten Schalter-basierten Knöpfe folgte schon bald der Joystick. Dieser sollte viele Jahrzehnte der Go-to-Controller für Spieler am PC und der Konsole bleiben. Vor allem das Aufkommen von Atari in der Videospielszene sorgte dafür, dass Joysticks sich schnell ausbreiteten. Das beliebte Spiel Pong ließ sogar den ersten Controller folgen, welcher zumindest grob der heutigen Konsolensteuerung ähnelt.

Heutige Steuerung kaum mehr vergleichbar

Wenn wir die Steuerung aus den 60-er und 70-er Jahren mit den heutigen technischen Möglichkeiten vergleichen, so verbietet sich ein solcher Vergleich fast. Vor allem Nintendo erreichte mit seinem D-Pad große Fortschritte in der Controller-Entwicklung, die mit der Vorstellung des PS5-Controllers seinen vorzeitigen Höhepunkt fand. Adaptive Triggers, ein eingebautes Mikrofon, verbesserte Vibration und ein Create-Button – wenn wir das einem Gamer 1990 erklärt hätten, wären wir wahrscheinlich in das Reich der Fabeln verwiesen wurden. Auch auf dem PC ist die Steuerung so ausgereift wie nie zuvor. Schließlich finden wir hier ebenfalls viele Controller, die Präzisionsspiele deutlich vereinfachen. Doch daneben besitzen Tastatur und Maus noch immer eine wichtige Rolle als Controller.

Bestes Beispiel dafür sind die im Browser kontrollierbaren Spiele. Forge of Empires und Elvenar sind Aufbauspiele, deren Steuerung per Gamepad ohnehin zu kompliziert wäre. Zu komplex sind die verschiedenen Aktivitäten, die jede Runde durchgeführt werden können. Sie sind mit klassischen PC-Spielen wie der Civilization-Reihe vergleichbar. Hinzu kommen die immer beliebteren Spiele in den abwechslungsreichen Online Casinos. Das gilt zum Beispiel für den Klassiker Roulette, der ebenfalls nur per Tastatur und Maus steuerbar ist. Schließlich müssen die Wetten auf eines oder mehrere der vielen Felder platziert und deren Höhe festgelegt werden. Die verschiedensten Varianten vom europäischen bis amerikanischen Roulette sorgen für die große Auswahl beim Spieler. Wenn es jedoch an andere Spiele außerhalb des Browsers oder des Strategie-Genres geht, ist der Controller fast immer ein Muss. Nehmen wir zum Beispiel moderne Rennsportspiele wie die Formel-1-Reihe von Codemasters, die zwar per Tastatur gesteuert werden kann, präzises Fahren damit aber nicht möglich ist. Stattdessen ist es sogar überaus sinnvoll, mit eigenem Lenkrad und Pedalen um die virtuelle Strecke zu rasen. Ähnliches gilt in anderen Spielgenres genauso, in denen sich das Gamepad etabliert hat.

Was bietet die Zukunft des Controllers?

Im Vergleich zum vergangenen Controller der PS4 hat Sony bei der PS5 nicht mit allzu vielen beeindruckenden Neuerungen aufgewartet. Entsprechend stellt sich die Frage, wohin sich die Geräte in der Zukunft entwickeln werden, um das Spielen an Mac, PC und Konsole noch bequemer zu machen. Die Möglichkeiten scheinen begrenzt zu sein, da es vor allem technischen Neuerungen in den Spielen bzw. Endgeräten selbst bedarf, um auch die Controller daran anzupassen. Mögliche Ideen sind hierbei vor allem die Thematiken Virtual sowie Augmented Reality. Bestimmte Funktionen an- und abzuschalten, könnte eine wertvolle Funktion für den Controller darstellen. Da die Weiterentwicklung der virtuellen Realität im Gaming jedoch erstmals auf Eis gelegt scheint, sind hier in der näheren Zukunft keine großen Schritte zu erwarten. Das macht die lange Geschichte der Spielcontroller jedoch nicht weniger beeindruckend.

Der Controller im Videospiel – eine lange Geschichte
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