Vor allem in den 1990er Jahren hatten Filme, in welchen die Grenzen zwischen der Realität und der virtuellen Realität verschwammen, Konjunktur. Nachdem die schon seit den 1950er Jahren bestehenden Ideen und Konzepte zu diesem Thema weiterentwickelt wurden, hat die virtuelle Realität in Form von 360 Grad Filmen nunmehr Einzug in den Alltag gehalten. Denn mittlerweile lassen sich zahlreiche 360 Grad Videos auch auf sozialen Plattformen wie Facebook oder YouTube finden. Und auch viele Unternehmen setzen mittlerweile auf die neue Technologie – in erster Linie für Präsentationen oder zu Werbezwecken. Es gibt aber bei VR-Filmen sehr wohl Unterschiede zwischen dem Amateur- und dem Profibereich.

Wenn Profis ran müssen

Unternehmen sollten in jedem Fall mit Profis zusammenarbeiten, wenn sie ein 360 Grad Videos erstellen lassen möchten. Der Grund: Professionelle VR-Experten arbeiten zunächst gemeinsam mit dem Kunden ein Konzept aus, bevor sie mit den Dreharbeiten beginnen. Dafür nutzen sie spezielle Raps, auf welche mehrere Kameras montiert werden können. Die Einzelaufnahmen werden dann mit einem speziellen Computerprogramm zu einem 360 Grad Video geschnitten, das sowohl für Werbekampagnen, als auch für Präsentationen oder für Schulungen von Mitarbeitern genutzt werden kann.

Was brauchen Amateure?

Wer mit 360 Grad Videos im Amateurbereich arbeiten möchte, braucht dazu im Grunde lediglich eine spezielle Kamera. Die günstigsten Modelle sind im Handel bereits für Preise von deutlich unter 500 Euro erhältlich. Sie sollten vor dem Kauf aber einige Eigenschaften der Kameras beachten und gegebenenfalls Produktvergleiche zu Rate ziehen.

Wichtig sind vor allem die Aspekte Auflösung und Framerate. Die Auflösung gibt an, wie viele Bildpunkte der Sensor der Kamera speichern kann. Das Full HD Format, das noch vor wenigen Jahren Standard war, ist dabei übrigens längst überholt. So konnte eine Full HD-Kamera 1.920 mal 1080 Pixel aufnehmen. Als neuer Standard gilt hingegen die Aufnahme von 7.680 mal 4.320 Pixeln. Kameras der neuesten Generation können also das Sechzehnfache an Bildpunkten aufnehmen. Mit der Framerate wird angegeben, wie viele Bilder in einem bestimmten Zeitraum aufgenommen werden können. Hier sollten sich interessierte Filmfans für eine möglichst hohe Rate von mindestens 60 Bildern pro Sekunde entscheiden.

Besonders praktisch an den Kameras im Amateurbereich ist die Tatsache, dass die Filme von hier aus direkt in soziale Netzwerke übertragen werden können. Möglich ist das dank einer Bluetooth und WiFi-Verbindung. Eine aufwändige Nachbearbeitung ist für Amateure also nicht zwingend notwendig. Schließlich wollen sie oft auch, dass ihre Filme möglichst authentisch wirken, weshalb der Zuschauer kleine Aufnahmefehler auch gern verzeiht.

Kein Hexenwerk: ein 360 Grad Video erstellen
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