Das Gefühl, am liebsten vor Aggression in die Tastatur zu beißen, kennen all jene User, deren DSL-Geschwindigkeit zu wünschen übrig lässt. Entnervtes Warten bis sich eine Seite aufbaut, stockende Videos, ständig bugged es. Grund für die zu geringe DSL-Kapazität kann nicht nur beim Anbieter, sondern auch beim Anwender liegen. Veraltete Hardware, falsche Einstellungen und fehlende Updates stehen nur beispielhaft für selbst verschuldete Geschwindigkeitseinbußen beim DSL. Mit diesen Tipps lässt sich mitunter die DSL-Geschwindigkeit wieder verbessern.

Führen Sie einen Speedtest durch

Um eine tatsächlichen Aufschluss über die vorliegende DSL-Geschwindigkeit zu erhalten, muss zunächst zu unterschiedlichen Tageszeiten ein Speedtest durchgeführt werden. Mit ihm lassen sich Download- und Upload als auch der PING und die Stabilität der Leitung (JITTER) überprüfen. Ohne Speetest kann man nicht genau feststellen, ob der Anbieter eine ausreichend schnelle DSL-Verbindung zur Verfügung stellt. Ist dies nicht der Fall, sollte dieser kontaktiert werden. Mitunter bietet auch ein Provider eine andere Maximalgeschwindigkeit an und man wechselt den Vertrag. Teilweise hängt das lahmende DSL aber auch mit einer Überlastung der DSL-Leitung durch zu viele Nutzer, die der jeweilige Anbieter aufklemmt, zusammen.

Schlüsselelement Router

Mit Routern verhält es sich, wie mit PCs. Ist die Hardware veraltet oder fehlen Updates, kann das zu Leistungseinbußen führen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn der Router gar nicht die angebotene höchste DSL-Geschwindigkeit unterstützt. Auch nimmt die Position des Gerätes Einfluss auf die DSL-Kapazität. Störende elektromagnetische Strahlung, Wasserleitungen oder ungünstige bauliche Gegebenheiten mindern die Geschwindigkeit. Eine Standortänderung des Routers oder ein Repeater könnten die Lösung sein. Im besten Fall hängt der Computer direkt am Netzwerkkabel. Nutzen mehrere Surfer gleichzeitig den  Router bzw. die gleiche DSL-Leitung, zum Beispiel in einer WG, bremst dies das DSL ebenso aus.

Netzwerkkarteneinstellungen konfigurieren

Eine schlecht konfigurierte Netzwerkkarte kann einem das Leben vor dem Rechner unnötig schwer machen. Um die Netzwerkkarte optimal auf die eigenen Bedürfnisse einzustellen, gibt es Optimierungsprogramme in Netz. Außerdem sollten alle Treiber auf eine ordnungsgemäße Installation überprüft werden.

Unnötigen Datenfluss minimieren

Den meisten Usern ist gar nicht bekannt, wie viele Programme im Hintergrund heimlich mitlaufen, ohne dass es auffällt. Allein ein Blick in den Autostart lässt viele stutzig werden. Eine sinnvoll konfigurierte Firewall zeigt an, welche Dienste die DSL-Leitung ungewollt mit Traffic belasten. Den Unnötigen sagen User am besten Adé und löschen diese Tools von ihrem Gerät. Anleitungen zum Ausmisten von Hintergrundprogrammen gibt es zuhauf im Netz.

Hinweis: Die vom Provider angegebenen Mbit/s-Angaben nennen den maximal möglichen Downloadstream, die Uploadstreams fallen in aller Regel deutlich geringer aus, weswegen hier selbst bei schnellem DSL Geduld gefragt ist.

Fazit: Nicht in jedem Fall hängt eine Leistungseinbuße beim DSL mit dem Provider zusammen. Nach einem Speedtest (Breitbandmessung) sollte zunächst geklärt werden, inwiefern man sein Internet mit der eigenen Hardware, fehlenden Updates oder falschen Konfigurationen selbst ungewollt ausbremst.

Lahme Ente DSL: So lässt sich die DSL-Geschwindigkeit erhöhen
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