Vor allem Anwender aus den Anfängen des Computer Zeitalter kennen das: Die Angst, dass versehentlich ein Magnet neben einem Speichermedium abgelegt wird und die Daten unwiederbringlich verloren sind. Bei Rechnern und Speichermedien neuerer Generation ist diese Gefahr weitaus geringer, um wirklich einen Schaden anzurichten sind superstarke Magnete notwendig. Denn inzwischen werden Magnete auch in die Rechner eingebaut, genauer gesagt, an den Festplatten angebracht, um diese effektiv steuern zu können. Und diese Magnete können auch mit einem relativ geringen Aufwand ausgebaut und anderweitig genutzt werden, wenn die Festplatte ausgedient hat.

Die Steuerung der Festplatte

Magnete werden genutzt, um die Festplatte eines Rechners zusteuern. Dies geschieht in aller Regel, ohne dass der Anwender das überhaupt mitbekommt. Der Anwender hat aber selbst auch direkt eine Möglichkeit zum direkten Zugriff auf eine Festplatte. So kann er die interne oder eine integrierte Festplatte problemlos abschalten, wenn diese einen zu hohen Geräuschpegel aktiviert. Dies geschieht über die Windows-Funktionen und hat sogar einen praktischen Nutzen, weil dadurch die Lebensdauer der Festplatte verlängert wird.

Möglich ist das Abschalten der Festplatte, indem der Nutzer die Tastenkombination aus Windows-Taste und „i“ betätigt und somit die Einstellungen öffnet. Anschließend bearbeitet der Nutzer den Energiesparplan und stellt darin ein, nach wie vielen Minuten sich die Festplatte abschalten soll.

Welche Magnete können der Festplatte schaden?

Um wirklich einen Schaden in den abgespeicherten Daten anzurichten, sind wahre Supermagnete notwendig. Dazu gehört beispielsweise der Neodym-Magnet, der zu den weltweit stärksten Magneten überhaupt zählt. Ein wichtiges Element, welches diese Magneten enthalten, ist der Rohstoff Neodym, der den seltenen Erden zugerechnet wird. Wegen ihrer großen Anziehungskraft werden Neodym-Magneten auch von privaten Bastlern immer mehr geschätzt. Jedoch sollten diese mit einer entsprechenden Vorsicht mit den Magneten hantieren. So dürfen diese ultrastarken Magneten etwa nicht in der Nähe von Menschen genutzt werden, die einen Herzschrittmacher tragen, weil deren Funktion durch die Magneten beeinträchtigt werden könnte. Ansonsten sind die Einsatzgebiete schier unbegrenzt. Weil Neodym-Magnete als äußerst witterungsbeständig gelten, können sie auch im Außenbereich problemlos verwendet werden.

Gebrauche Magnete wieder verwerten: ganz einfach

Auch moderne Rechner haben nur eine begrenzte und überschaubare Lebensdauer. Da in den Festplatten neuerer Generation Magnete eingebaut sind, lohnt es sich also durchaus, den ausgedienten Rechner näher unter die Lupe zu nehmen und die Magnete künftig als praktische Helfer im Alltag zu nutzen. Der Ausbau der Magnete ist übrigens einfacher als gedacht. Denn Der Besitzer braucht lediglich einen Torx-Schraubenzieher, um die Abdeckung der Festplatte zu öffnen. Die Magnete befinden sich über dem Schreib- und Lesearm und kann ebenfalls ganz einfach mit einem Schraubenzieher entfernt werden, wenn der Arm erst einmal herausgebrochen ist. Anschließend müssen die Magnete dann nur noch aus ihren jeweiligen Halterungen entfernt werden. Das Herausnehmen der Magnete nimmt insgesamt also nur wenige Minuten in Anspruch.

Magnete und Computer: ein Duo infernale
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