Dank der Tastatur bedienen wir Programme, wir schreiben Texte und wir füllen Datenbanken mit Datensätzen. Ob mobil am Smartphone oder am PC, das Schreiben mittels Tasteneingabe gehört zu den meist genutzten Kommunikationsmitteln. In Bezug auf Effizienz ist Zeit ein bestimmender Faktor. Jeder bedient seine Tastatur auf die für ihn selbst praktischste Weise, entweder mit dem Zwei-Finger-System oder gleich mit allen zehn Fingern. Ob wir dabei auf die Tastatur schauen oder die Augen auf das bereits Geschriebene richten, das obliegt ebenso der persönlichen Herangehensweise. Nur, wie soll man sich die unzähligen Shortcuts am besten merken?

1. Das System erkennen und der Logik folgen

Viele Befehle folgen einem logischen Prinzip und ähneln sich Software-übergreifend. Entscheidend dabei ist das genutzte Betriebssystem bzw. die verwendete Plattform. Die wichtigsten Funktionen sind auf der Tastatur abgebildet, entweder in Buchstaben, Ziffern oder Piktogrammen. Der Buchstabe “C“ steht zusätzlich für den Befehl “Copy“, der Buchstabe “V“ für “Paste“ und “X“ für “Cut“. Die Logik hinter dieser Buchstabenwahl richtet sich nicht nach den Anfangsbuchstaben für den jeweiligen Befehl, sondern nach dem praktischen Nutzen. Anfang der 80er Jahre hielt man es für sinnvoll, die wichtigsten Funktionen (kopieren, einfügen, ausschneiden) direkt nebeneinander zu platzieren.

2. Tastenkombination merken und unbewusst nutzen

Je nach verwendeten Programmen geht deren Bedienung schnell in Fleisch und Blut über. So kommt es automatisch, dass die Menü- und Befehlsnavigation über die Tastatur unbewusst abläuft. Wer sich anfangs mit den jeweiligen Shortcuts beschäftig, wird sich auch diese nach kurzer Zeit nicht mehr merken müssen, sondern alleine aus der Wiederholung heraus für das tägliche Arbeiten verwenden. Das erfordert einfach Übung und Fleiß.

3. Eine Tabelle mit Kurzbefehlen erstellen

Bei der Arbeit mit vielen unterschiedlichen Programmen wird man sich die unzähligen Shortcuts vielleicht nicht alle merken wollen. So kann es hilfreich sein, wenn man sich zum Beispiel eine Exceltabelle erstellt und sich dort die Kurzbefehle einträgt. Dabei macht es Sinn, die Datensätze nach den Programmen oder den Funktionen zu sortieren. Das verschafft einem eine bessere Übersicht. Praktisch hierbei ist die Möglichkeit – dank Programmwechsel-Tastenkombination – zwischen der Software zu springen und sich über die jeweiligen Kurzbefehle zu informieren. Das schafft Effizienz.

4. Shortcuts visuell greifbar machen

Sich die vielen unterschiedlichen Kurzbefehle zu merken ist nicht jedermanns Sache, insbesondere wenn sich einem das System hinter den Abkürzungen nicht erschließt oder es aufgrund der Ähnlichkeiten schnell zu Verwechslungen kommen kann. Dann ist es praktisch, sich je nach Software, die verschiedenen Befehle und die dazugehörenden Tastaturbelegungen zu notieren und gut sichtbar zurechtzulegen. Dazu eignen sich – je nach persönlicher Vorliebe –Computerprogramme für Windows oder Mac OS S wie:

  • Word / Pages – für Nutzer die eine möglichst schriftliche Darstellung bevorzugen
  • Excel / Numbers – für Anwender die Struktur und Datensätze bevorzugen
  • Powerpoint / Keynote – für Menschen, die sich die Informationen visualisieren möchten

Keine Standardvorlage für Shortcuts – Für jeden so, wie es am besten passt

Ob logische Herangehensweise, sich die Shortcuts zu merken, eine Datei mit den Befehlen zu erstellen oder sich die Tastenkombinationen auszudrucken und in Sichtweise vorzulegen, effiziente Tastaturnutzung will gelernt und gut strukturiert sein. Nur dann, wenn die Herangehensweise zu den eigenen Nutzungsvorlieben passt, macht das jeweils genutzte System auch einen Sinn und nicht zu vergessen auch Spaß. Ausprobieren und auch den jeweiligen Nutzen zu hinterfragen lautet die Devise, denn jeder Prozess lässt sich nicht nur verbessern, sondern im umgekehrten Fall auch verschlechtern.

Verschwende keine Zeit – So merkst Du dir Tastenkombinationen für effektives Arbeiten
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